Das Kolosseum ist der Lübecker Kultur und dem Gemeinwohl gewidmet. Trägerin ist die Gesellschaft zu Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit in Lübeck, kurz „DIE GEMEINNÜTZIGE“. Die Institution unterhält 72 Einrichtungen, Stiftungen und Töchter. Um mehr über die GEMEINNÜTZIGE zu erfahren klicken Sie den nachfolgenden Link.               

Im Jahre 1875 wurde in der Kronsforder Allee ein Großer Ballsaal mit dem Namen Colosseum eingeweiht. Er entwickelte sich sehr schnell zu einem der bedeutendsten Konzertsälen Deutschlands und bot Platz für 3000 Personen. Nach einer wechselhaften Geschichte wird das Gebäude 1937 der GEMEINNÜTZIGEN übereignet. Während des Krieges wurde es als Lagerraum und Lazarett verwendet. Nach dem Krieg nutzten die Städtischen Bühnen den Saal, bis schließlich 1951 ein Kino mit 389 Plätzen darin eingerichtet wurde. 


Dem Ehepaar Reinhard und Lilly Dieckmann sowie der Possehl-Stiftung ist es zu verdanken, daß 1959 für 207.000,- DM der Konzertsaal wiederhergestellt werden konnte. Ende der 60er Jahre bedurfte es jedoch einer baulichen Grunderneuerung, sodass 1972 schließlich das gesamte Bühnenhaus abgerissen und mit 660 Plätzen neu aufgebaut wurde. Die Kosten für den Saal betrugen 945.000,- DM. Auch hier war neben der GEMEINNÜTZIGEN wiederum die Possehl-Stiftung maßgeblich beteiligt.

Das Haus

Mittlerweile jedoch genügte das Gebäude in sicherheitsrelevanten Bereichen und in der allgemeinen technischen Ausstattung nicht mehr den heutigen Anforderungen und wurde deshalb jetzt mit großem Aufwand und viel Liebe zum Detail saniert. Unter Leitung des Lübecker Architekten Justus Deecke und Michael Bormann wurden die Bühne und der Zuschauerbereich komplett erneuert, modernste Lüftungs- und Heizungssysteme installiert, Feuerschutzmaßnahmen auf den neusten Stand gebracht und leistungsfähige Beschallung- und Beleuchtungs-Einrichtungen installiert. Gleichzeitig wurde größten Wert auf die Erhaltung der hervorragenden Akustik und die klassische Ausstattung des Saals gelegt. Und das Ergebnis kann sich sehen und hören lasen. Möglich wurde der fast 2. Millionen € teure Umbau durch die Unterstützung der Possehl-Stiftung sowie der Lübecker Sparkassen-Stiftung.

Historie

Marmortafel im Wandelgang