Lübecker Uniorchester  01.02.

Uniorchester 2


Engelbert Humperdinck (1854-1921): Ouvertüre zur Oper „Hänsel und Gretel“

 

Gioachino Rossini (1792-1868): Konzert in C-Dur für Fagott und Orchester

 

Felix Mendelssohn (1809-1847): Sinfonie Nr. 3 in a-Moll („Schottische“) op.56

 

 

Erneut dürfen wir das „Orchester der Universität zu Lübeck“ im Kolosseum begrüßen. Das 1991 von Medizinstudierenden gegründete Orchester besteht heutzutage aus circa 70 Mitgliedern, von denen der Großteil an der Universität zu Lübeck studiert, forscht oder anderweitig tätig ist.

Unter der Leitung des Dirigenten Fausto Fungaroli wird innerhalb eines Semesters in wöchentlichen Proben ein Programm erarbeitet, welches traditionell zum Semesterende präsentiert wird. Außerdem spielt das Orchester auch zu offiziellen Anlässen der Universität, wie beispielsweise bei Erstsemesterbegrüßungen, Promotionsfeiern oder bei Preisverleihungen. Des Weiteren bilden sich regelmäßig orchesterintern kleinere Ensembles, welche ihre Freude an der Musik bei halbjährlich stattfindenden Kammermusikabenden oder anderweitigen Anlässen (beispielsweise bei der Weihnachtsfeier der Deutschen Bank im Dezember 2019) unter Beweis stellen können.

Neben einem Probentag, sowie einem Probenwochenende pro Semester, gibt es noch längere Arbeitsphasen. Alle zwei Jahre überschreitet das Uniorchester dabei die nationalen Grenzen und fährt auf Orchesterreise ins Ausland.

Die letzte Reise fand im September 2019 statt und führte in den warmen Süden nach Padua in Italien, wo es das italienische Publikum in seinen Bann ziehen konnte.

 

Das Programm des diesjährigen Wintersemesters umfasst drei Klassiker der Musikgeschichte:

Das Konzert beginnt mit der Ouvertüre zu Humperdincks spätromantischen Oper „Hänsel und Gretel“, die in den frühen 1890ern entstand. Tonmalerisch beschreibt die Ouvertüre laut Humperdinck selbst „ein Kinderleben“, in dem es, vor allem dank der Trompeten, etwas lärmend zugeht.

Als nächstes folgt das Fagottkonzert in C-Dur von Rossini, welches dieser während seiner Zeit als Direktor des Musiklyzeums in den 1840ern in Bologna komponierte. Allem Anschein nach hatte Rossini das Konzert dem damaligen Fagottschüler Nazzareno Gatti anlässlich dessen Abschlussprüfung gewidmet. Vorgetragen wird der Solopart in unserem Konzert von einem Musikstudenten der Musikhochschule Lübeck.

In der zweiten Konzerthälfte darf man dann den Klängen von Mendelssohns Sinfonie Nr. 3 in a-Moll lauschen, die auch den Beinamen „Schottische“ trägt. In dieser Sinfonie verarbeitete Mendelssohn die Eindrücke seiner Reise nach Schottland, die er im Jahre 1929 als 20-jähriger unternahm. Von allen seinen Sinfonien beschäftigte Mendelssohn diese am längsten: erst 1842, also 13 Jahre, nachdem er mit dem Werk begonnen hatte, wurde es von ihm auch veröffentlicht. Inspiriert wurde Mendelssohns Schaffen durch die düstere Natur Schottlands, das dort vorherrschende raue Klima und der Königin von Schottland im 16. Jahrhundert, Maria Stuart.

 

 

 

Weitere Informationen gibt es unter:

http://www.orchester.uni-luebeck.de/konzert.php